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Die EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) hat ein aktualisiertes wissenschaftliches Gutachten zu "Dioxinen" (polychlorierte Dibenzo-p-dioxine und Dibenzofurane (PCDD/Fs) sowie dioxinähnliche polychlorierte Biphenyle (dl-PCBs) in Lebens- und Futtermitteln veröffentlicht.

 

Grund ist eine Neubewertung der Toxizitätsäquivalenzfaktoren (TEF) der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Diese Faktoren ermöglichen die unterschiedlichen Kongenere der Verbindungsklasse hinsichtlich Ihrer Toxizität vergleichbar zu machen. Die EFSA stützte sich dabei auf Daten aus dem letzten Jahrzehnt. In den endgültigen Datensatz wurden mehr als 54.000 Proben von Lebensmitteln aufgenommen. Den Großteil davon machten Lebensmittel tierischen Ursprungs wie Fleisch, Fisch, Milch und Milchprodukte sowie Eier aus. Die Behöre stellte fest, dass die Verwendung der neuen WHO2022-TEFs zu Schätzungen der gesamten TEQ-Exposition über die Nahrung führte, die etwa 27–35 % niedriger ausfielen als die bisherigen Schätzungen auf Basis der früheren WHO2005-TEFs. Bei der Aufnahme über die menschliche Ernährung waren Milch und Milchprodukte sowie Fisch und Fischprodukte die wichtigsten beitragenden Lebensmittelgruppen. Auch Gemüse und Fleischprodukte trugen in mehreren Ernährungserhebungen zur Aufnahmemenge bei, während Öle und Fette als weniger relevant für die Aufnahme dieser Umweltgifte über die Nahrung gelten. Ebenfalls untersucht wurde, in welchem Umfang Dioxine und dioxinähnliche PCB über Futtermittel in Lebensmittel tierischen Ursprungs gelangen. Hierzu lagen neuere Studien zu Milchkühen, Legehennen und Schweinen vor. Dabei stellte die EFSA fest, dass die Änderung der TEFs durch die WHO die bisher zugrunde gelegten Übertragungsraten einzelner Kongenere nicht beeinflusst, jedoch Auswirkungen auf die Übertragungsrate hat, wenn diese auf die Summe (Gesamt-TEQ) bezogen wird.

 

IHR PLUS: Die AGROLAB GROUP ist europaweit führend in der Dioxin und dl-PCB-Analytik - nicht nur, weil wir über hohe Messkapzitäten an mehreren Standorten verfügen, die uns "krisenfest" machen, sondern auch weil wir konsquent auf die strikte Trennung von Probenströmen aus der Umwelt- und von Lebens-/Futtermittelbereich bestanden haben.

 

Autor: Dr. Frank Mörsberger, AGROLAB GROUP