Eine untersucht, wie häufig Verbraucher in der EU Fisch essen, der Quecksilber enthalten könnte, und ob sie die Empfehlungen dazu kennen.
Die EU-Kommission beauftragte die EFSA mit dieser Untersuchung im Zusammenhang mit den Diskussionen mit den EU-Mitgliedstaaten über eine Anpassung der gesetzlichen Grenzwerte (Rückstandshöchstmengen) für Quecksilber in verschiedenen Fisch- und Meeresfrüchtearten.
Aus den Konsumentenbefragungen, die 2023 in 29 Ländern und in einer zweiten Runde in zehn Ländern erfolgten, ergab sich, dass 60 % der Befragten angaben, regelmäßig Fisch und Meeresfrüchte zu verzehren. Etwa ein Drittel gab an, darunter auch Fischarten mit bekanntermaßen höheren Quecksilbergehalten, mindestens dreimal pro Woche auf dem Speiseplan zu haben.
In den aktuellen nationalen Verzehrempfehlungen wird darauf hingewiesen, dass von den vorrangig durch Quecksilber belasteten Spezies nur ein bis zwei Portionen pro Woche gegessen werden sollten und insbesondere Schwangere lieber auf weniger belastete, kleinere Fischarten ausweichen sollten. Der Grenzwert von 1,3 µg Quecksilber pro kg Körpergewicht und Woche wird bei häufigem Verzehr großer Seefische wie Schwertfisch, Thunfisch oder Makrele leicht überschritten – selbst wenn die bisherigen Verzehrsempfehlungen beachtet werden.
Generell gilt der Verzehr von Fisch und Meeresfrüchten als gesundheitsförderlich. Wer jedoch häufiger große Seefische auf dem Tisch hat, muss beachten, dass er damit auch das Risiko nachteiliger Wirkungen durch eine erhöhte Schwermetallaufnahme eingeht. Ungeborene (Schwangere), Kleinkinder und Jugendliche sind besonders gefährdet. Methylquecksilber kann insbesondere zu Entwicklungsstörungen des Hirn- und Nervengewebes führen.
Laut der Umfrage kennen zwar 50 % der Befragten die Vorzüge eines regelmäßigen Fischkonsums, aber nur etwa 10 % wissen auch über die gesundheitlichen Risiken bei regelmäßiger Überschreitung der empfohlenen Verzehrsmengen Bescheid.
IHR PLUS: Um den Fischverzehr so sicher wie möglich zu machen, sind alle Produzenten gehalten, den Schwermetallgehalt ihrer Produkte regelmäßig zu überprüfen. Die Labore der AGROLAB GROUP führen diese Tests durch und bewerten die Verkehrsfähigkeit anhand der geltenden Verordnungen.
Autor: Dr. Frank Mörsberger, AGROLAB GROUP

Kontakt