Die EFSA (European Food Safety Agency) und das ECDC (uropean Centre for Disease Prevention and Control) haben den EUt 2024 veröffentlicht. Darin geht es um die Überwachung von Zoonosen in der EU und anderen Ländern.
Unter lebensmittelbedingten Zoonosen versteht man Krankheiten bei Menschen, die durch Bakterien, Viren und Pilze über den Verzehr von Lebensmitteln verursacht wurden. Der Bericht enthält die Ergebnisse der Überwachung und Beobachtung von Zoonosen, die im Jahr 2024 in 27 EU-Mitgliedstaaten, im Vereinigten Königreich (Nordirland) und in acht Nicht-Mitgliedstaaten durchgeführt wurden. Grundlage ist die Zoonosenrichtlinie 2003/99/EG.
Am häufigsten wurden Campylobakteriose und Salmonellose gemeldet, gefolgt von Infektionen mit Shiga-Toxin produzierenden Escherichia coli (STEC). An vierter Stelle lag die Listeriose, die die schwerwiegendste Zoonose darstellte. Sie führte zu den meisten Krankenhausaufenthalten und hatte die höchste Sterblichkeitsrate. Im Jahr 2024 kam es im Vergleich zu 2023 zu einem Anstieg lebensmittelbedingter Ausbrüche in den 27 Mitgliedstaaten und dem Vereinigten Königreich (Nordirland). Gleichzeitig sank die Zahl der Todesfälle. Salmonellen lösten in mehreren Ländern die meisten Ausbrüche aus. Besorgniserregend waren insbesondere Salmonellen in „Eiern und Eiprodukten”.
IHR PLUS: Die AGROLAB-Lebensmittellabore prüfen Rohstoffe, Zutaten und fertige Lebensmittel auf ihre mikrobiologische Unbedenklichkeit. Ein besonderes Risiko bergen Lebensmittel, die vor dem Verzehr nicht mehr durcherhitzt werden und zum Rohverzehr vorgesehen sind, wie Obst, Gemüse, roher Fisch und Meeresfrüchte, Tartar und Mett sowie Rohmilchkäse. Diese Risiken lassen sich durch regelmäßige Kontrollen der Betriebshygiene und der Endprodukte minimieren.
Autor Dr. Frank Mörsberger, AGROLAB GROUP

Kontakt