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Das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Karlsruhe fand in gemüsehaltigen Smoothies Nitratgehalte von 15 mg/l bis 500 mg/l und warnt, dass der Verzehr für Kinder gesundheitlich bedenklich sei.

 

Früher hat man oft einen knackigen Apfel, eine Banane oder eine Möhre für das Pausenfrühstück in der KITA oder Schule von zuhause mitbekommen. Heute geht die tägliche Vitaminzufuhr ohne Kauen über Pillen oder ein wenig genussreicher und bequem durch alle möglichen Frucht- und Gemüsepürees, die als trendige „Smoothies“ überall in den Kühlregalen als vermeintlich gesunde Snacks auf ernährungsbewusste Städter warten.
Mal abgesehen davon, dass es sich hier überwiegend um wahre Zuckerbomben handelt, hat das CVUA bei einer Prüfung von 34 Smoothies mit Gemüseanteilen teilweise bedenklich hohe Nitratbelastungen von bis zu 500 mg/l entdeckt. Der höchste Gehalt wurde in einem grünen Smoothie mit 15 % Rucola festgestellt.

Nach Auffassung des Amtes ist ein Verzehr in üblichen Mengen von 1–2 Smoothies pro Tag für Erwachsene unbedenklich – bei Kindern unter drei Jahren ist allerdings, ähnlich wie beim Verzehr von nitratreichem Gemüse, Vorsicht geboten. Nach den Berechnungen das CVUA Karlsruhe würde beim Verzehr von nur 250 ml dieses Rucola-Smoothies bei einem Kind mit 25 kg Körpergewicht eine Überschreitung des ADI-Werts von 92,5 mg/Tag erreicht. Gut dass dieser Smoothie vermutlich kaum den Geschmack eines Dreijährigen treffen würde.

Die Lebensmittellabore der AGROLABGROUP prüfen nicht nur die beliebten pürierten Obst- und Gemüseprodukte auf die tatsächlichen Nährwerte und den Vitamingehalt, deren mikrobiologische Qualität und eine möglich Belastung durch Pflanzenschutzmittelrückstände oder Mycotoxine. Selbstverständlich werden auch die Umweltkontaminanten wie Nitrat und Schwermetalle geprüft.

www.cvuas.de

 

 Author: Dr. Frank Mörsberger

 

 

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