Wie hoch ist der Kunststoffanteil in flüssigen Bioabfällen? AGROLAB bestimmt Kunststoffverunreinigungen im Labor und zeigt, wie die Untersuchung abläuft – von der Probenaufbereitung bis zum Ergebnis.
Kunststoffe in Bioabfällen: Was schreibt die BioAbfV vor?
Kunststoffe in Bioabfällen sind ein Problem für Kompostierungs- und Biogasanlagen. Sie können die Qualität der erzeugten Komposte und Gärprodukte beeinträchtigen und müssen deshalb möglichst frühzeitig aus dem Material entfernt werden. Mit § 2a der Bioabfallverordnung (BioAbfV) soll verhindert werden, dass Fremdstoffe in die biologische Behandlung gelangen. Bioabfälle müssen daher möglichst sortenrein bei den Anlagen angeliefert werden. Für flüssige Bioabfälle gilt ein Kontrollwert von 0,5 % der Trockenmasse für Gesamtkunststoffe über 2 mm.
Doch wie lässt sich feststellen, wie viel Kunststoff tatsächlich im angelieferten Material enthalten ist?
AGROLAB untersucht flüssige Bioabfälle auf Kunststoffverunreinigungen. Die Bestimmung erfolgt analog der Untersuchungsmethode für Fremdstoffe in abgabefertigen, flüssigen Gärprodukten. Dabei werden die Kunststoffteile aus dem Probenmaterial abgetrennt, gewogen und ihr Anteil an der Trockenmasse berechnet.
So läuft die Fremdstoffbestimmung im Labor ab
1. Probenaufbereitung und Nasssiebung
Zunächst wird das Probenmaterial homogenisiert, damit eine möglichst repräsentative Teilprobe untersucht werden kann. Die Probe wird über ein Sieb mit 1 mm Maschenweite nass gesiebt. Anschließend wird das zurückgehaltene Material bei 105 °C bis zur Gewichtskonstanz getrocknet und schonend über ein Sieb mit 2 mm Maschenweite gegeben.
2. Kunststoffe von Hand auslesen
Nach der Probenaufbereitung werden die enthaltenen Kunststoffteile von Hand ausgelesen. Dabei entfernen unsere Labormitarbeitenden vorsichtig anhaftende organische Bestandteile. Diese sorgfältige Trennung ist wichtig, damit bei der anschließenden Wägung möglichst nur die Masse der Kunststoffe erfasst wird.
3. Kunststoffgehalt bestimmen
Die ausgelesenen Kunststoffe werden gewogen und ihr Anteil auf die Trockenmasse der untersuchten Probe bezogen. Das Ergebnis wird als Massenanteil in Prozent angegeben. Damit lässt sich die Kunststoffbelastung der untersuchten Bioabfälle beurteilen.
Zusätzliche Bewertung der Aufsichtsfläche
Neben dem Kunststoffgehalt kann auch die Fläche der ausgelesenen Fremdstoffe von Interesse sein. AGROLAB bietet deshalb optional eine optische Bewertung der Aufsichtsfläche an. Dazu werden die ausgelesenen Kunststoffteile ausgelegt und ihre Fläche bestimmt. Das Ergebnis wird als Flächensumme im Prüfbericht ausgewiesen. So erhalten Sie neben dem gewichtsbezogenen Kunststoffgehalt zusätzliche Informationen über die flächenmäßige Verteilung der Fremdstoffe.
Fremdstoffanalytik bei AGROLAB
Mit der Fremdstoffbestimmung unterstützt AGROLAB Betreiber:innen von Kompostierungs- und Biogasanlagen bei der Kontrolle ihrer Eingangsmaterialien.
Sie möchten den Kunststoffgehalt Ihrer Bioabfälle untersuchen lassen? Unser Service-Team berät Sie gerne zu den Untersuchungsmöglichkeiten.
Produktinformation zum Herunterladen
Weitere Informationen zu unserem Analysenangebot finden Sie in unserer Produktinformation.
Weitere Analysen für Kompost- und Biogasanlagen
Neben Gärversuchen und der Bestimmung des Restgaspotenzials bietet AGROLAB Untersuchungen zur Qualitätssicherung von Komposten und Gärprodukten, zur laufenden Prozessüberwachung und zur Fremdstoffbestimmung in Bioabfällen an.



Kontakt