Wie viel Biogas lässt sich aus einem Substrat gewinnen? Und wie viel Gas kann ein Gärrest noch bilden? Mit Gärversuchen nach VDI 4630 untersucht AGROLAB das Biogas- und Methanbildungspotenzial unterschiedlicher Einsatzstoffe. Wir zeigen, wie die Untersuchung im Labor abläuft und was sich aus den Ergebnissen ablesen lässt.
Warum sind Gärversuche für Biogasanlagen sinnvoll?
Nicht jedes Substrat liefert die gleiche Gasmenge. Ob Silagen, Wirtschaftsdünger oder organische Reststoffe: Die Zusammensetzung und biologische Abbaubarkeit beeinflussen, wie viel Biogas bei der Vergärung entstehen kann.
Wer neue Einsatzstoffe verwenden oder unterschiedliche Substratmischungen vergleichen möchte, benötigt deshalb Informationen über deren Gasbildungspotenzial. Mit standardisierten Gärversuchen nach VDI 4630 bestimmt AGROLAB das Biogas- und Methanbildungspotenzial unter kontrollierten Laborbedingungen. Dabei untersuchen wir auch die biologische Abbaubarkeit und mögliche Hemmwirkungen. Die Ergebnisse helfen Ihnen, die Eignung verschiedener Substrate einzuschätzen und Entscheidungen über Einkauf, Mischungsverhältnisse und Prozessführung zu treffen.
Was wird bei einem Gärversuch untersucht?
Bei einem Gärversuch wird ermittelt, wie viel Biogas und Methan ein Substrat während des Untersuchungszeitraums bilden kann.
AGROLAB bietet unter anderem folgende Untersuchungen an:
- Biogas- und Methanbildungspotenzial (BMP) von Silagen, Wirtschaftsdüngern und organischen Reststoffen nach VDI 4630
- Restgaspotenzial nach VDI 4630 mit Bewertung nach TA Luft oder VDI 3475 Blatt 4
- Restgaspotenzial zur Bewertung des Nachgärverhaltens
- Einfluss unterschiedlicher Substratmischungen auf die Gasproduktion
So läuft ein Gärversuch im Labor ab
1. Probenvorbereitung und Ausgangswerte
Am Anfang steht eine repräsentative Probe des Untersuchungsmaterials, beispielsweise von Bioabfällen, Pflanzenresten oder Flotaten. Im Labor wird die Probe homogenisiert und für den Gärversuch vorbereitet. Anschließend bestimmen wir die Basisparameter Trockensubstanz, organische Substanz und pH-Wert.
2. Vergärung unter kontrollierten Bedingungen
Die aufbereiteten Proben werden in spezielle Versuchsbehälter gegeben. Während des Gärversuchs wird das Material unter kontrollierten Bedingungen kontinuierlich durchmischt. Die entstehende Biogasmenge wird fortlaufend erfasst. Zusätzlich messen wir den Methangehalt, um neben der gesamten Gasbildung auch die Methanausbeute beurteilen zu können.
3. Auswertung des Gasbildungsverlaufs
Nach Abschluss des Versuchs werden die Messergebnisse ausgewertet. Sie erhalten einen Prüfbericht mit einer grafischen Darstellung der Gasbildung während des Untersuchungszeitraums. Anhand der Gasbildungskurven lässt sich erkennen, wie sich die Gasproduktion der einzelnen Proben entwickelt und welche Unterschiede zwischen den untersuchten Substraten bestehen. So können Sie verschiedene Einsatzstoffe und Substratmischungen miteinander vergleichen.
Restgaspotenzial: Wie viel Gas steckt noch im Gärrest?
Auch nach der Vergärung kann ein Gärrest noch biologisch abbaubare organische Bestandteile enthalten und weiterhin Gas bilden. Mit der Bestimmung des Restgaspotenzials untersucht AGROLAB, wie viel Gas aus dem Material unter den Versuchsbedingungen noch entstehen kann. Die Untersuchung dient der Bewertung des Nachgärverhaltens. Je nach Anwendungsfall kann das Restgaspotenzial auch nach den Anforderungen der TA Luft oder VDI 3475 Blatt 4 beurteilt werden.
Gärversuche bei AGROLAB
Ob Sie das Gaspotenzial eines neuen Einsatzstoffs bestimmen, verschiedene Substratmischungen vergleichen oder das Restgaspotenzial Ihrer Gärreste untersuchen möchten: AGROLAB liefert Ihnen die entsprechenden Analysedaten.
Sie haben Fragen zu unseren Gärversuchen oder möchten eine Untersuchung beauftragen? Unser Service-Team berät Sie gerne.
Produktinformation zum Herunterladen
Weitere Informationen zu unserem Analysenangebot finden Sie in unserer Produktinformation.
Weitere Analysen für Kompost- und Biogasanlagen
Neben Gärversuchen und der Bestimmung des Restgaspotenzials bietet AGROLAB Untersuchungen zur Qualitätssicherung von Komposten und Gärprodukten, zur laufenden Prozessüberwachung und zur Fremdstoffbestimmung in Bioabfällen an.




Kontakt